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Begegnung mit Bischof Heinrich Bolleter am Gemeindetag in Büren

4. Mai 2003: Gemeindetag in Büren. Für viele in Büren die erste Begegnung mit einem Bischof. Bereits im Gottesdienst wurde klar, dass wir es in der EMK nicht mit einem erhabenen Würdenträger zu tun haben, sondern mit einem Pfarrer, der die Gemeinden in 14 europäischen Ländern begleitet. In einem Interview gab der Bischof einen Einblick in seine Arbeit im Genfer Sprengel, dem Gebiet von Mittel- und Südeuropa. Manchmal bleibt ihm bei dieser anspruchsvollen Tätigkeit in den Gemeinden nur das Stossgebet: "Lieber Gott, es ist dein Laden. Schau du nun". Unterstützt wird er durch seine Ehefrau Martha, die ihn oft auf den langen Reisen begleitet und zusammen freuen sie sich an der Erholung im Garten, beim Kochen oder Velo fahren. Interview mit Heinrich und Martha Bolleter
Die Predigt von H. Bolleter handelte von der Wüstenwanderung des Volkes Israel. Sie kamen zur Oase Elim mit 12 Quellen und siebzig Palmen. Eine Oase bietet lebenswichtiges Wasser, Erholung im Schatten der Palmen, Zeit zur Retablierung, sowie Orientierung. Die christliche Gemeinde ist eine solche Oase: In Jesus Christus bietet sie die Quelle des Lebens, Alte und Kinder finden Kraft, die Seelsorge heilt und baut auf und Werte werden neu gesetzt.
Nach dem Apero unter blauem Himmel und dem Mittagessen in der Mehrzweckhalle, stellte sich Bischof Bolleter den Fragen der Gemeinde. Was hat ihn in der Jugendzeit geprägt und ihm die Kirche lieb gemacht? Die Jungschararbeit, die Ausflüge der stadtzürcher EMK-Gemeinden auf den drei grossen Zürichseeschiffen, die Bubenstreiche in der Kapelle in Oerlikon...
Überzeugend verteidigte er das Prinzip der Dienstzuweisung gegenüber der freien Pfarrerwahl: Kirche ist Mission, der Gesamtauftrag soll möglichst gut gelebt werden. Auch herrscht bei den Zuweisungen eine gute Gesprächskultur, Ziele und Bedürfnisse werden soweit möglich berücksichtigt. Gesangsdarbietung Li-Coeur-Li
Die Frage, ob die zentralen Strukturen der EMK noch zeitgemäss seien, bejahte er mit dem Hinweis, dass die Hierarchie sehr flach sei, die Aufgaben gut verteilt seien und der Kirchenvorstand viel Verantwortung trage. So sei es möglich, mit diesen Strukturen Leben zu fördern.
Nach den Lasten und Sorgen des Bischofs gefragt, nannte er die Schwierigkeiten in den Oststaaten die Gehälter der Pfarrer bezahlen zu können sowie die Selbstbezogenheit, die er in Schweizer Gemeinden antrifft, wo mit mehr Solidarität vieles möglich wäre. Getragen wird ein Bischof durch die gegenseitige seelsorgerliche Begleitung im Bischofsrat, der zweimal jährlich alle methodistischen Bischöfe der Welt vereint.
Und was wird von der Gemeinde in Büren erwartet? Die Bereitschaft zum Teilen, vielleicht sogar in einer Partnerschaft mit einer anderen EMK-Gemeinde.
Die Fragen wurden umrahmt durch Vorstellungen einzelner Gruppe der Gemeinde, z.B. das Evangelisations- und das Seelsorgeteam, Teenyclub, Jungschar, JG, Gemeinschaftstreff und Theatergruppe. Beitrag Kinder
Der Bischof durfte aber auch an die Bürener Gemeinde Fragen stellen: "Was sind eure Ziele? Wo setzt ihr euch ein im Städtli Büren?" Und schlussendlich die etwas provokative Frage, wie wir in der Gemeinde den 300. Geburtstag des Kirchengründers John Wesley feiern wollen. Da viele von uns John Wesley noch nicht gut kennen, wurde vorgeschlagen die grosse Party erst beim 350. Geburtstag zu planen.
Anschliessend wurde der Nachmittag in vielen kleinen Gruppen bei Spiel und Sport, bei Gesprächen oder Wasserschlachten verbracht. Eine grosse Zahl von Mitarbeitenden hat sich für diesen Tag tatkräftig eingesetzt und es hat sich gelohnt. Allen ein herzliches Dankeschön!

Lukas Eschbach
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© EMK Büren-Grenchen / 29.09.2008 / Feedback / Haftungsausschluss